Martin Heininger

Martin Heininger - Der Fistelnde


Kompetenz bei Aca&Pella:
Bariton mit Spiel nach oben in ungeahnte Höhen, Gebabbel, Bildarchivar, Quoten-Latino.

1975 – Freddie Mercury schreibt den Welthit Bohemian Rhapsody, Ali und Frazier prügeln sich über 14 Runden bis hin zur Bewusstlosigkeit und Juan Carlos wird König von Spanien. Da sind wir auch schon thematisch richtig, denn am 10. Juni wurde in der Universitätsklinik Mainz Martin Rudolf Manuel Heininger geboren. Das Einzelkind ist die schräge Mischung aus einer Südspanierin und einem waschechten Meenzer. Er ist übrigens der einzige Aca&Pellaner, der nicht in Bretzenheim, sondern in Mainz-Kastel aufwuchs (Anm. des Webmasters: ... also in Hessen).

Wie auch seine Kollegen wurde Martin schon früh von seinen Eltern mit der Musik konfrontiert. Zunächst mit zweifelhaftem Erfolg. Papas alte Blockflöte war definitiv nicht sein Instrument. Dies hatte zur Folge, dass er im Blockflötenspielkreis zur persona non grata erklärt wurde. Dann schlug das Schicksal zu: Als einziger seiner Klasse gab er das in der Schule verteilte Werbeschreiben des Mainzer Domchors bei seinen Eltern ab (er war wohl zu faul es selbst zu lesen). Da der Bub ja noch ein Hobby brauchte, wurde er kurzerhand in einen rot-weißen Kittel gesteckt und sang fortan als 1. Alt und nach dem Stimmbruch als Bariton im Mainzer Domchor. Noch waren es nicht die Bretter, die die Welt bedeuteten, sondern vielmehr die Altarstufen. Martin singt nun seit über 20 Jahren im Dom.

Sportlich konnte er in der Kindheit aufgrund seiner damals eher pummeligen Statur nicht viel reißen. Wegen der vielen Domchorproben blieb für Leibesertüchtigung auch nicht viel Zeit. Er konzentrierte sich vielmehr darauf, anderen beim Sport zuzusehen. Ein Hobby, dass er später zu seinem Beruf machen sollte.

Wie fast alle seine Sangeskollegen verbrachte Martin seine Schulzeit im bischöflichen Willigis-Gymnasium. Dort lernte er im Deutsch-Stammkurs den ruhigen Zeitgenossen Alex und dessen Gegenteil Toby kennen. In der Schulband PFG (Pop & Folklore Gruppe) kam es dann zu ersten Solo-Auftritten außerhalb kirchlicher Gemäuer.

Der Mainzer an sich ist ja bekanntlich immer am singen und lachen und vor allem unser Martin ist ein extremer Fastnachtsjunkie. Diese Sucht lebt er bei der Mainzer Prinzengarde und dem Gonsenheimer Carneval Verein gnadenlos aus.

Die ersten Fernseh- und Unterhausauftritte von Aca&Pella bewunderte Heini (wie er aufgrund seines Nachnamens (!!!) auch genannt wird) noch aus der Sicht des Zuschauers. Als sich Matthias Selzer im Herbst 2001 dazu entschied, die Gruppe aus beruflichen Gründen zu verlassen, mussten die restlichen Fünf nicht lange suchen. Fortan war Martin der „Neue“ bei Aca&Pella“

Status Quo:

Martin muss so ziemlich alles singen, was so übrig bleibt. Vor allem die Kopfstimmenparts bekommt er oft aufs Auge gedrückt. Am liebsten übernimmt er aber  irgendwelche Parodienummern (Grönemeyer, AC/DC).

Zusammen mit seinem Studienkollegen Christian Schier schreibt er Fastnachtsvortäge. Der stolze 05 Dauerkartenbesitzer studiert zwar noch Jura im zweistelligen Semesterbereich, interessieren tut ihn die Juristerei jedoch schon lange nicht mehr. Als Mitglied der Sportredaktion des ZDF hat er sich einen Kindheitstraum erfüllt.

Foto: Hugo Haumichblau