Guntram aka Chippe

Guntram Schmahl - Der Brummende

Kompetenz bei Aca&Pella: Wummernde Bass-Stimme, Sound-Fundament, Ruhepol

Man schreibt das Jahr 1974: Willy Brandt tritt als Bundeskanzler zurück, Walter Scheel wird Bundespräsident und fährt von da an hoch auf dem gelben Wagen durch die Lande, Richard Nixon stolpert über die Watergate-Affäre, Deutschland wird Weltmeister und Fußballprofis beginnen zu singen ... und am 22.3., 14.30 Uhr ... a star was born!

Wie man sieht, war das Jahr 1974 ein ereignisreiches Jahr in einem aufregenden Jahrzehnt. Ein Jahrzehnt, in dem man noch anständige Musik produzierte, guten Fußball spielte, klare Politik betrieb. Vor allem aber ein Jahrzehnt, in dem respektable Jungs geboren wurden!

Als dritter und jüngster von 3 Buben kam Guntram Johannes Hoffmann zur Welt. Im Mombacher Rochuskrankenhaus tat er seinen ersten Schrei (übrigens einen sehr tiefen, was schon auf seine spätere Stimmlage schließen ließ ...). Doch was der Kleine da sah und roch gefiel ihm überhaupt nicht, so dass Guntram beschloss, 7 Tage später nach Bretzenheim umzusiedeln um dort aufzuwachsen. Kurz danach wurde das Rochuskrankenhaus übrigens geschlossen.

Die Entscheidung, in Bretzenheim aufzuwachsen, war eine folgenschwere, denn dort lernte er die Jungs kennen, mit denen er heute noch auf sämtlichen Brettern der Welt gastiert. Kindheit und Pubertät verliefen unproblematisch. Seinen Spitznamen „Chippe“ erhielt er übrigens schon als Kleinkind und nicht, wie viele vermuten, nach einem erfolgreichen Casting bei den „Chippendales“.

Von den zahlreichen Talenten, die sich in Guntrams früher Kindheit heraus kristallisierten, entwickelte er zum einen seine fußballerischen Qualitäten weiter. Beim MTV 1817 schoss der Stürmer so manchen Gegner in einen zukünftigen Countertenor. Zum anderen trieb sein  gesangliches Talent als Knäblein im Mainzer Domchor frühe Blüten. Irgendwann kam dann die Zeit der Entscheidung zwischen einem zukunftsträchtigen Engagement in der Deutschen Fußballnationalmannschaft oder einer Gesangskarriere bei Aca & Pella. Selbstverständlich entschied er sich für das erfolgreichere Unternehmen.

13 Jahre Schulzeit reichten nicht aus, seinen enormen Wissensdurst zu stillen. Also beschloss Chippe, bis zum Eintritt ins Rentenalter weiterhin zur Schule zu gehen. Doch zunächst musste er Mainz (und Bretzenheim!) verlassen, um an der Koblenzer Uni zu lernen, wie man vom Schüler zum Lehrer wird.

Nachdem nun beruflich alles geklärt war und Chippe wieder in seiner Heimatstadt lebte, begann die Zeit der Familienplanung. Der junge Beamte beschloss, dass ein Lehrer in der Familie nicht ausreichend ist, und so suchte er im Kollegium seine zukünftige Frau Caroline. Beim Würfeln um die Wahl des Familiennamens zog ihn seine Frau über den Tisch, so dass er seit seiner Hochzeit mit dem Namen Guntram Schmahl durch die Welt zieht. Seit 2004 sind sie mit ihrem kleinen Mats zu dritt und mittlerweile ist Leon der Vierte in der Familie. Er ist noch kein Lehrer, doch sein Blick ist bereits verheißungsvoll pädagogisch.

Status Quo:

Chippe ist musikalisch für die Basstupfer zuständig („dum-dum, dap-dua, bau-wau“). Böse Zungen behaupten, er könne sich sowieso keine längeren Texte behalten. Entsprechend seiner Lieblingsposition beim Fußball steht er auch auf der Bühne Linksaußen und nicht im Abseits! Als Pädagoge und Stammesältester tritt er häufig als Schlichter in Erscheinung und sorgt für die leiseren Töne! Sein Lebensmotto lautet: Bass, Bässer, am Bässten!

Foto: Morayma Kraft